Steigende Kosten bei seit Jahrzehnten fehlender Honoraranpassung und gleichzeitig zunehmenden Versorgungsaufgaben – der wirtschaftliche Druck auf die Vor-Ort-Apotheken ist enorm: Beim Bayerischen Apothekertag 2026 haben Bayerns Apothekerinnen und Apotheker daher deutliche Forderungen an die Politik gerichtet. Inmitten aktueller Gesetzesvorhaben im Gesundheitswesen warnte der Berufsstand vor einer weiteren Schwächung der wohnortnahen, qualitativ hochwertigen Arzneimittelversorgung. Gleichzeitig wurde deutlich gemacht, dass die Apothekerschaft bei verlässlichen politischen Rahmenbedingungen und einer wirtschaftlichen Stabilisierung der Vor-Ort-Apotheken bereit ist, aktiv die Gesundheitsversorgung von morgen mitzugestalten.
Apothekerschaft fordert verlässliche politische Rahmenbedingungen
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Personalisierte Medizin – jede Genvariante ein Baustein?
Das Konzept der personalisierten Medizin ist nicht neu. Bereits seit den 1950er Jahren wird wissenschaftliche Literatur zu dem Zusammenhang von Genvarianten und Arzneimitteltherapie publiziert. Manche Erkenntnisse haben es jedoch mittlerweile in die Praxis geschafft.
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Kosten für Arzneimittelherstellung steigen durch Kriege
Die Beschaffung von Roh- und Hilfsstoffen sowie Verpackungsmaterialien für die Arzneimittelherstellung wird infolge militärischer Konflikte teurer. Produzenten beklagen, dass sie die zusätzlichen Kosten allein tragen müssen.
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Treffen verschärfte Versandregeln auch apothekeneigene Ausgabestationen?
Das Bundesgesundheitsministerium will die Anforderungen an den Arzneimittelversand verschärfen. Beispielsweise dürfen kühlpflichtige oder kühlkettenpflichtige Arzneimittel künftig nicht mehr an Packstationen ausgeliefert werden. Könnten von der geplanten Neuregelung auch von Apotheken betriebene Abholautomaten erfasst sein?
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Primärversorgung: Geballte Kritik gegen Abda-Vorschläge
Die Abda hat bereits Vorschläge veröffentlicht, wie Apotheken im geplanten Primärversorgungssystem mit noch mehr Befugnissen ausgestattet werden könnten als durch die Apothekenreform vorgesehen. Die Spitzenorganisationen der Ärzteschaft üben heute in mehreren Pressemitteilungen massive Kritik an den Vorschlägen.
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Achtung, Immunsystem gehemmt!
Bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (CED) entwickelt sich die Therapie rasant weiter. Sie bleiben unheilbar, doch mit der Einführung der Biologika wurde eine dauerhafte Mukosaheilung möglich. Im Dschungel der neuen Therapieoptionen ist allerdings viel Beratung gefragt. Auch Phytopharmaka sind eine Empfehlung wert.
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„Sick Day Rules“ – ein Drahtseilakt
Ein akuter Infekt kann für chronisch Kranke unter Umständen lebensbedrohlich werden, wenn die Dauermedikation bei einem hohen Volumenverlust nicht angepasst wird. Das Konzept der Sick Day Rules soll dabei helfen, belastende Wirkstoffe rechtzeitig zu pausieren. Doch die Evidenz ist dünn und die Umsetzung in der Praxis fehleranfällig.

