Mein liebes Tagebuch

Da hat doch die Pfingsterleuchtung den Bundestag wie ein Blitz noch vor dem eigentlichen Pfingstfest getroffen: Schnell hat das Plenum mal eben noch 13 Änderungsanträge in die Apothekenreform eingebaut und dann flugs verabschiedet: Die PTA soll nur im Notfall vertreten dürfen und Apotheken bekommen mehr Kompetenzen, sie dürfen ein paar Rx-Arzneimittel ohne Rezept abgeben, können mehr Primärprävention machen, Blut abnehmen und neue pDL anbieten. Fühlt sich fast ein bisschen wie Hausarztpraxis light an. Auch wenn die Ärzteschaft noch poltert, sie wird sich daran gewöhnen müssen. Denn für Nina Warken ist es eine „Stärkung der Apothekenlandschaft“. Fein, aber es fehlt noch immer die echte Apothekenstärkung: die Fixumserhöhung. Sie soll als Retard-Verordnung kommen, 65 Cent mehr ab Juli 26 und die restlichen 50 Cent mehr erst im Januar 27. Trotzdem, ein frohes Pfingstfest!

  • Personalisierte Medizin – jede Genvariante ein Baustein?

    Das Konzept der personalisierten Medizin ist nicht neu. Bereits seit den 1950er Jahren wird wissenschaftliche Literatur zu dem Zusammenhang von Genvarianten und Arzneimitteltherapie publiziert. Manche Erkenntnisse haben es jedoch mittlerweile in die Praxis geschafft.

  • Kosten für Arzneimittelherstellung steigen durch Kriege

    Die Beschaffung von Roh- und Hilfsstoffen sowie Verpackungsmaterialien für die Arzneimittelherstellung wird infolge militärischer Konflikte teurer. Produzenten beklagen, dass sie die zusätzlichen Kosten allein tragen müssen.

  • Treffen verschärfte Versandregeln auch apothekeneigene Ausgabestationen?

    Das Bundesgesundheitsministerium will die Anforderungen an den Arzneimittelversand verschärfen. Beispielsweise dürfen kühlpflichtige oder kühlkettenpflichtige Arzneimittel künftig nicht mehr an Packstationen ausgeliefert werden. Könnten von der geplanten Neuregelung auch von Apotheken betriebene Abholautomaten erfasst sein?

  • Primärversorgung: Geballte Kritik gegen Abda-Vorschläge

    Die Abda hat bereits Vorschläge veröffentlicht, wie Apotheken im geplanten Primärversorgungssystem mit noch mehr Befugnissen ausgestattet werden könnten als durch die Apothekenreform vorgesehen. Die Spitzenorganisationen der Ärzteschaft üben heute in mehreren Pressemitteilungen massive Kritik an den Vorschlägen.

  • Achtung, Immunsystem gehemmt!

    Bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (CED) entwickelt sich die Therapie rasant weiter. Sie bleiben unheilbar, doch mit der Einführung der Biologika wurde eine dauerhafte Mukosaheilung möglich. Im Dschungel der neuen Therapieoptionen ist allerdings viel Beratung gefragt. Auch Phytopharmaka sind eine Empfehlung wert.

  • „Sick Day Rules“ – ein Drahtseilakt

    Ein akuter Infekt kann für chronisch Kranke unter Umständen lebensbedrohlich werden, wenn die Dauermedikation bei einem hohen Volumenverlust nicht angepasst wird. Das Konzept der Sick Day Rules soll dabei helfen, belastende Wirkstoffe rechtzeitig zu pausieren. Doch die Evidenz ist dünn und die Umsetzung in der Praxis fehleranfällig.